2018 Vorstand, Protokolle und Schwerpunktarbeit

Heinz Körner Beethovenstaße 3  34121 Kassel             Tel 0561 493001 E-Mail   heinz.e.koerner@t-online.de
Wolfgang Hebel       Stellvertreter Vorsitzender
Horst Böttcher           Kassierer
HansGeorg Krapf     Schriftführer
Revisoren                  Bernhard Oster, Christoph Heine, Christof Ceglarek

Ortsbeirat      Heinz Körner, Bärbel Dorothea Bergmann, Grazina Macikiene
Delegierte zum Unterbezirksparteitag: Vorstand und Paul Schuster, Gerhard Otto

Das Ehenmal wird 2019 saniert

Groko wohin in dieser kalten Jahreszeit?

Was bedrückt uns 2019?

Es ist doch erstaunlich, dass im Vorstand der SPD, ob im Land oder Bund Menschen den Ton angeben, die seit 20 Jahren die SPD mitgesteuert haben. Jetzt fordern sie, dass die Wahlergebnisse gründlich analysiert werden müssen. Ist unserer Führung nicht bewusst, dass sie den Weg von ehemals 45,8 % bis hin zu den jetzt erreichten 15 % in den Umfragen mitgestaltet und sie eine Mitschuld tragen und ihre jeweilige Politik ihren Mitgliedern verkauft und um Unterstützung gebeten haben? Sie haben 10 Millionen Wähler durch ihre Politik verloren und wollen von einer Mitverantwortung nichts wissen. Sie müssten alle zurücktreten und keine Angst vor dem finanziellen Absturz haben. Aber der SPD wird dieser Absturz nicht entgehen können. Hinterher kann man wieder gründlich analysieren. Und wer übernimmt dieVerantwortung für die zehntausende Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrunken sind? Wer steht für die prekären Beschäftigungsverhältnisse, wie Zeitarbeit, Leiharbeit, befriste Arbeit und Werkverträge grade. Wer kümmert sich um die Millionen abgehängten Rentnern, Arbeiter und Kleinstverdiener-Familien mit Kinderarmut. Ein Mindestlohn von 12.00 € wäre ein Anfang zur sozialen Gerechtigkeit. Wenn wir genau Deutschlands Wirtschaft und Gesellschaft analysieren, gehören wir nicht zur reichen Wohlstandsgesellschaft, sondern zu eines Gesellschaft mit vielen, vielen Baustellen.


Baustelle Altersarmut

Die Altersarmut steigt. Viele Menschen können schlecht oder überhaupt nicht mehr von ihrer Rente leben. Unsere Politiker schaffen es nicht, Armut zu verhindern. Viele Frauen und Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, sind nicht schuld, dass ihnen keine anderen Jobs angeboten werden.Nach einem harten und langen Berufsleben, reicht es trotzdem nicht.


45 400 Menschen sind ab 2025 von Altersarmut bedroht, die unter der Grundsicherungsschwelle von 763 Euro pro Monat fallen. Heue liegt das Rentenniveaubei 48% des Nettogehaltes vor Versteuerung.

Wenn die Betroffenen sogar auf einen Anspruch von 43 % fallen, so steigt die Zahl der Betroffenen auf 59 900 im Landkreis Kassel .In der Stadt Kassel ist jeder vierte von Altersarmut bedroht, insgesamt 2 958 Menschen Grundsicherung im Alter. Auch hier ist eine steigende Tendenz zu erkennen: 2014 waren es noch 2664 Menschen.

Ansprache an neue Mitglieder


Deutschland ist seit 1871 von Konservativen bis 1918 regiert worden.

Die Fürsten bestimmten in den Ländern und im Reich der Kaiser und Fürsten.


Seit 1919 waren 2 Jahre lang die SPD mit dem Zenrum und Deutschen Demokratischen Partei an der Regierung.


Die SPD versagte sich eine Revolution und musste – bei Philipp Scheidemann nachzulesen – sich den Nationalisten und bürgerlichen Parteien wie deutsch nationalen Volkspartei, Deutsche Volkspartei, Zenrum und Völkischen geschlagen geben. Diese bildeten eine Gegenrevoltution bis zum Sieg der Nationalsozialisten 1933.


Nach 1945 bestimmte in Westdeutschland die CDU/CSU, später mit der FDP bis 1968 die Politik.


Erst 1966 mit Bildung einer großen Koalition kam es zur Regierugnsbeteiligung und Willi Brand wurde Außenminister.


Nach dem Wahlsieg Willi Brands, die SPD hatte zum ersten Mal die Mehrheit, stellte die SPD bis 1981 den Kanzler: Willi Brand und Helmut Schmidt.


Anschließend gab es 14 Jahre die Regierung Kohl.


1998 wurde ein Bündnis mit der Partei die Grünen geschlossen und man regierte fünf Jahre bis es zur Großen Koalition kam, anschließen gab es eine CDU-FDP regierung und in den letzten 4 Jahren abermals eine Große Koalition.

Seit 1998 fiel die Wählerstimmen von 34% auf heute 20,5 %.


Was ist zu tun?


Es kommt darauf an, Themen zu bestzen und auszuarbeiten, die die Menschen bewegen und wieder zur Mehrheit führen werden.


Was könnten das für Themen sein?

  1. Arbeit 4.0

  2. Reformen im Finanz- und Bankenwesen

  3. Abschaffung der Werkverträge, Leiharbeit, Kurzarbeit, Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigungsverhaltnisse nur 3 Monate zulassen usw..

Warum Parteireform?

Bei allen Entscheidungen wurde die Parteibasis nie gefragt, sondern immer im Kleinen und Kleinsten Vorstandskreis beraten und entschieden.

Beispiel Gabriel zu Schulz und zuvor Schröder und Müntefering zu Neuwahlen.

Diese Beispiele können beliebig fortgesetzt und auch auf Bezirks- und Unerbezirksebene wahrgenommen werden.

Das schürrt Misstrauen und Frust.


Die Parteistruktur muss geändert werden,

Ortsvereine massiv verkleinert werden – statt 22 nur 6;

Aufstellen von Kandidaten muss in diesen Gremien erarbeitet werden.

Im 21.Jahrhundert müssen wir uns von den Arbeitskreisen, wie Willi Brandt-Kreis, Scheidemann- Kreis verabschieden. Die SPD  war eine Partei der Industriearbeiter und der Arbeiter in allen Gewerken.

Diese Zuweisung ist seit langer Zeit weggefallen, deshalb gibt es nur eine SPD der Mitte, die sich mit vielen anderen Parteien diese Mitte streitig macht. Links sitzt die Partei "Die Linke" und rechts die CDU mit der AFD und FDP. Wir dürfen uns nicht in Arbeitskreise aufspalten lassen, sondern alle müssen in den Ortsvereinen ihre politischen Ziele ansprechen.


Wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen den Kanzler zu stellen, dann muss mit den Linken und mit den Grünen geredet werden, um diese Mehrheit herzustellen, es sei denn unsere Themen überzeugen und wir kommen wieder über 40 %.


Wir müssen Glaubwürdigkeit gewinnen, die Bürgerversicherung propagieren und eine Steuerpolitik eintreten die die Besserverdienenden und Reichen zwingt, sich für das Gemeinwohl und Solidarisch für die Unterschichten einzusetzen. Wir sind der Meinung, dass die Wahlniederlagen der letzten 20 Jahren erst aufgearbeitet werden müssen und ein Wahlprogramm erarbeitet werden sollte, dass so ausgestaltet werden muss, dass wieder Mehrheiten für die SPD erzielt werden können.

Wir haben als SPD in den letzten Jahrzrhnten um 25 % der Wählerstimmen verloren. Das hatte Ursachen, die wir erkennen sollten.

und immer wird con unseren  Grundrechten geredet.
Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität-Handels wur auch danah??

Was bedeuten diese Grundwerte für uns?

Freiheit bedeutet, dass die Menschen frei von Not, Furcht und Unterdrückung leben können, Mittel und Chancen bekommen, um auch in Freiheit ihr Leben gestalten zu können.

Gerechtigkeit heisst, dass alle Menschen gleich behandelt werden, gleiche Chancen bekommen. Teilhabe bedeutet überall mitmachen können und dürfen und Solidarität bedeutet, dass Menschen zueinander stehen einander zu helfen und gemeinsam die Gesellschaft verbessern. Die Starken helfen den Schwächeren. Johannes Rau sagte: „Solidarität ist der Mörtel, der die Gesellschaft zusammenhält.“ Wir werden sehen, wie die nächste Regierung, diesen Grundwerten gerecht wird und Europa voranbringt. Wir sind gefordert im Zeichen der Globalisierung, wo die ganze Welt miteinander verbunden ist, die richtigen Antworten zu finden, denn in Handel, Kultur, Umwelt und Kommunikation werden große Folgen national und international zu bewältigen sein.

Am 31.Dezember 2018 verzeichnen wir in Umfragen nur 15 %. Woran liegt das?

Aus der Geschichte  Wie es einmal war!

100 Jahre SPD Ortsverein Kassel-Südstadt

      Adam und Bertha Schmidt, Frankfurter Straße und Familie Eckel, Johannesstraße 8 um 1910

Die Gründerzeit der Partei

Kassel und Umgebung gehörte zu jenen Gebieten im Reich, in denen die sozialdemokratische Bewegung in der Arbeiterklasse frühzeitig Fuß fasste. Die ersten Organsiationsbestrebungen gehen auf das Jahr  1866 zurück. Sie gingen aus den Mitgliedern des Deutschen Tabackarbeiterverbandes hervor, woraus sich ergab, daß die Arbeiterschaft aus beiden  Zweigen der Arbeiterbewegung, der politischen und der gewerkschaftlichen, ihr Interesse zuwandte. Bei den Wahlen zum Reichstag 1871 unternahm die Partei den ersten Versuch sich politisch Geltung zu verschaffen.  Nur 931 Stimmen konnte die Partei auf sich vereinigen. Drei Jahre später stieg die Zahl der Stimmen auf 3000. Es gab kein Medium, die die Partei für ihre Werbung und Agitation nutzen konnte. 1877 bekam die Partei 4507 Stimmen. Jetzt reifte die Entscheidung eine eigene Zeitung herauszugeben. Die Bremer lieferten ein solches, das ein Jahr später dem "Bismarckchen Schandgesetz" zum Opfer fiel. Unter dem Druck der Attentatshetze sank die Wahlziffer auf 1878 auf  2361 Stimmen. Ein Rückgang, der auch im Jahr 1881 noch anhielt, wo die Partei nur noch auf 1534 Stimmen kam. Trotzdem hielten die wenigen führenden Genossen die Kerntruppe zusammen. Schon 1884 stieg die Stimmzahl wieder auf 4198 und die Partei kam in die Stichwahl mit den Konservativen, die nur 4050  Stimmen erhielten. Im zweiten Wahlgang siegten die Konservativen mit 7876 Stimmen, während Pfannkuch 7782 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Im Jahre 1887 erhielt die Partei im Wahlkreis Kassel-Melsungen  6112  und im Jahre 1890 schon 9170 Stimmen. Vom Jahre 1893 an (9170 Stimmen) stieg die Zahl der Stimmen ständig. Die Partei gewann an Selbstvertrauen, was wiederum die Aktionskraft steigerte, und als 1890  das "Schandgesetz" fiel, da gingen die Genossen sofort an den Aufbau der Parteiorganisation und  an die Schaffung eines Parteiblattes dem "Kasseler Volksblatt". Um die Jahreswende 1890 wurde in Rothenditmold im Lokal  "Grebe", durch die Gründung des sozialdemokratischen Wahlvereins, die Partei offziell ins Leben gerufen. 1930 gab es im Bezik Hessen Kassel  299 Ortsvereine mit rund 14.000 Mitglieder darunter 2260 weibliche.
Versammlungen unter Polizeiaufsicht
Keine öffentliche Versammlung konnte ohne polizeiliche Überwachung stattfinden. Noch am Anfang des 20. Jahrunderts mussten die Mitgliederlisten der Sozialdemokratischen Partei der Polizei ausgehändigt werden.

Gründung der einheitlichen Parteiorganisation ab 1904


Im Jahre 1890 bestanden nur in drei Ortschaften Mitgliedschaften der Sozialdemokratsichen Partei. Die wirkliche Zahl der Anhänger war jedoch viel größer. Das bewies die Gründung der einheitlichen Parteiorganisation für den Wahlkreis Kassel-Melsungen im Jahre 1904. Die Organisation stieg anschließend um das doppelte. Somit war der Grundstein für die Parteiorganisation des Bezirks gelegt. Die erste Konferenz des Agitationsbezirkes  Kassel fand am 2. Dezember 1906 im Gewerkschaftshaus "Bunter Bock" statt. Bereits im Jahre 1907 wurde im Einverständis mit dem Parteivorstand in Berlin und der Wahlkreisleitung Kassel-Melsungen das Bezikssekretariat gegründet. Genosse Thöne, (wurde später Landrat von Witzenhausen) wurde einstimmig als Bezirkssekretär gewählt, der diese Tätigkeit bis 1919 ausübte. Jetzt, wo die Parteiorganisation auf festen Boden stand machten sich Erfolge schnell bemerkbar. Bei der im Jahre 1908 stattgefundenen Reichstagswahl wurden für die Sozialdemokratische Partei 26911 Stimmen gezählt. Dieser Auftrieb an Stimmen kam auch der Parteiorganisation zu gute, so daß der Agitationsbezirk im Jahre 1906  3368 und im Juni 1911 in 55  Ortsgruppen  4687 Mitglieder zählen konnte. In diesem Stimmungshoch für die Sozialdemokratische Partei fand die Reichstagswahl 1912 statt, wo die Genossen Thöne und Hüttmann als erste Sozialdemokraten des Kasseler Bezirks in den Reichstag einzogen. Der Grundstein für die Sozialdemokratische Partei war mit der Gründung der einheitlichen Parteiorganisation gelegt und die Erfolge jetzt überall sichtbar und wurde nach dem  I. Weltkrieg ausgebaut. Friedrich Ebert wurde  Reichspräsident.

Bezirksversammlung 1897, Bezirk 1 SPD Südstadt, damals Frankfurter Tor Viertel, daneben Aufforderung am 16. September 1908 Bezirksvorstände zu wählen. Am 4.11. fand die erste Besprechnung der neuen Bezirksleitung in der Frankfurter Straße 131 bei Bachmann statt, zu der ach die Gewerkschaftsmitglieder eingeladen wurden.

Ein Leben für die Sozialdemokratie
Rudolf Schmidt, am 20.5.1902 in der Frankfurter Strasse 117 geboren, ging noch in die alte Schule in der Nähe der Karlskirche bis die Knabenbürgerschule 29, Frankfurter Tor, erbaut war. "Es gab", so berichtete er, "ein gutes Klima in der Südstadt, die Menschen grüßten sich und jeder war bekannt, zumal die Menschen hier längere Zeit wohnen blieben. Es gab einen Schützenverein, der im Frankfurter Hof seinen Sitz hatte und einen Gesangverein "Südend" , der bei Gelbke in der Wittichstraße (Häuser Spar-und Bauverein, heutige Heinrich- Heine- Straße) zu Hause war. Es herrschte ein Vereinsleben wie auf dem Land. Bei Kaisers Geburtstag war allgemein auf der Frankfurter Strasse viel Betrieb. Meine Eltern gingen dann, in das Hotel Harmonie, wo Veranstaltungen stattfanden, um zu kellnerieren. Die Familien, die in der Frankfurter Strasse wohnten, blieben über Generationen hinweg hier wohnen; die Kinder übernahmen die elterliche Wohnung und mit den Hauseingentümern konnte man im allgemeinen gut auskommen." Ganz deutlich, so erinnerte sich der Frankfurter Vorstädter weiter, "war uns bewußt, dass die Beamten damals mit einem Hungerlohn zufrieden sein mussten. Mein Vater hatte einen guten Lohn als Vorarbeiter "bei Credes" und so kam es schon vor, daß bei uns Kinder aus Beamtenfamilien mitessen konnten. Auch durch solche sichtbaren Erlebnisse habe ich schon früh feststellen können, daß es bei den kleinen Beamten sehr mickrig zuging. Fußball spielte ich beim Arbeitersportkartell, später bei Eintracht Großenritte und bei Olympia Niederzwehren, weil für mich die "Kurhessen" (SV Kurhessen, Vorläufer des KSV Hessen Kassel) zu sehr auf die Geschäftsleute ausgerichtet war." Rudolf Schmidt lernte 1917 bei Crede Werkzeugmacher und war zuletzt als Werkzeugmacher bei Henschel Flugmotoren tätig. Sein Vater Anton war nach dem I. Weltkrieg Stadtverordneter für die SPD. Versammlungen fanden bei Mäder im Südend statt und größere Feiern, wie Weihnachtsfeiern, im großen Saal vom Tivoli. Die SPD hatte damals in der Südstadt 70 Mitglieder. "Mein Vater", fuhr Genosse Schmidt fort, "wurde 1933 von SA-Männern im Auekrug geschlagen. Es begann eine bewegte und gefährliche Zeit für unsere Familie. Mit großer Entrüstung mußte ich zur Kenntnis nehmen, daß einige Genossen,. von denen man es nicht erwartet hätte, umgefallen sind und der Nazipartei beitraten. Das hat mich sehr gewundert."
Zurück zu den Eltern von Rudolf Schmidt. Seine Mutter Bertha war ein gebürtige Kasselanerin. Sie hatte noch erlebt, wie Schweine durch die Straßen der Stadt getrieben wurden. Sie war politisch noch besser orientiert als mein Vater und viel belesener. Sie hatte uns auch noch berichtet, wie die Zeit unter Bismarcks "Sozialistengesetz" war und was für Auswirkungen dieses Gesetz auf die Familie hatte, denn es wurden Kontrollen durchgeführt und nur im letzten Augenblick und geistesgegenwärtig konnte sie einmal Schriftmaterial unter ihrer Schürze beim Kartoffelschälen verstecken. Durch diese bitteren Erlebnisse ist die Familie zusammen gewachsen. Der Vater wurde Mitbegründer vom Konsum Kassel mit der Beitragsnummer 6 als Gründungsmitglied und gehörte auch dem Gesangverein Südend und natürlich auch dem Arbeitersängerbund an. Der Wahlspruch der Familie Schmidt war: "Wir wollen in Frieden, Freiheit, Gleichheit und das Recht, das niemand sei des anderen Knecht und das Arbeit aller Menschen Pflicht und keinem es an Brot gebricht".

SPD- und Gewerkschaftsmitglieder 1909, Ausflug nach Elf Buchen am Himmelfahrtstag. In den Häusern des Spar-und Bauvereins in der Heinrich-Heine-Straße 15-17 wohnten viele Mitglieder der SPD und Gewerkschaften.

Seine Tochter Trudi Nieft, trat 1945 in die SPD ein, um sich aktiv einzumischen. Sie gründete in der Frankfurter Strasse eine aktive Frauengruppe mit 30 Mitgliedern. Ihr Mann Henner Nieft konnte auch auf ein bewegtes Leben zurückblicken als er 1987 für 60 Jahre Parteiarbeit geehrt wurde. "Von meinem 16. Lebensjahr an", so berichtete er, "war ich Funktionär, 1922  trat ich in die Sozialdemokratische Arbeiterjugend ein und wurde 1927 Mitglied der SPD.


Die "Roto Kommode": Kurt Strünig mit Hakenkreuzfahne, unten mitte, dahinter Willi Gremmes als Proletarier, Ali Busch für Jungdeutscher Orden(vorn links),von rechts:Hermann Umbach als Koch der vornehmen Restaurants rührtre in die Suppe der Politik, KarlWeber kopiert den Stresemann-Stil, August Böttcher als Deutscher Michel, Gustav Kleinert als Kustmaler und Walter Grüning als SA-Mann, Albert Germeroth als Kaisertreuen, Hermann Pape als Mann von der Marine, Henner Nieft mit Bart als Hugenberg, verdeckt zwischen Weber und Böttcher, Karl Noll und Paul Peters. Rechtes Foto 1933, das sogenannte "Kränzchen", 1946 Aufbau der Falken: Oben Mitte, Anna Peters, Elli Knauf, Gustav Henkelmann (2.v.l.) daneben E.Knauf. Unten: Walter Grüning, Reinhard Knauf, nebst Kindern, Enkel und Frauen.


Als Mitglied des politschen Kabaretts "Rote Kommode", nahm er in der Weimarer Republik die Politik der  Nationalsozialisten auf die Schippe. Am 30. Januar 1933, dem Tag, an dem Hindenburg Adolf Hitler zum Kanzler machte - spielte die "Rote Kommode" vor 1500 Menschen im Stadtparksaal. Als die Nachricht von anrückender SA eintraf, beschlossen die Kabarettisten weiterzuspielen. Die SA traute sich nicht angesichts der Einigkeit im Saal auf die Bühne. Kurz darauf wurde das "Kommödchen" dennoch verboten. In der Folgezeit entging Henner Nieft nur knapp dem Zugriff der SA. Bei Henschel, wo er in dieser Zeit arbeitete landete er auf die schwarze Liste. "Nur durch solidarsiche Hilfe von Freunden habe er diese Zeit überstehen können", erinnerte er sich bewegt. Nach dem Krieg versuchte er als Mitarbeiter des Wohnungsamtes das damalige Wohnungselend in den Griff zu kriegen. Das Ehepaar Trudi und Henner Nieft blieben bis ins hohe Alter aktive Parteimitglieder. 1985 und 1987 konnte Heinz Körner beide für ihren Einsatz für die SPD für Trudi Nieft für 50 und Henner für  60-jährige Mitgliedschaft ehren. Trudi Nieft sagte in ihrer Rede, daß sie es als Pflicht angesehen habe nach dem Krieg sofort in die SPD einzutreten, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholen kann. Ihr Sohn Manfred war in den 70er Jahren Stadtverordneter und musste aus beruflichen Gründen eine Tätigkeit in Bremen aufnehmen. 1988 starben seine Eltern kurz hintereinander und so wurde eine lange 70-jährige SPD - Familientradition in der Südstadt beendet. 

1924: Kinder aus dem Hinterhaus der Frankfurter Straße 109-119, spätere Fußballstars Rolf udn Fritz Zimmer, rechts.

SPD - Ortsverein Kassel-Süd nach dem II. Weltkrieg




Ausstellung "Lebendiger Ortsverein" auf den Bundesparteitagen der SPD

 Nach dem II. Weltkrieg führte Walter Georgi den Ortsverein Kassel-Süd, ihm folgten die Genossen, Günter Wetzel, Ernst Fricke, Hugo Merle, Fritz Horn, Herbert Matzat, Heinz Körner und Uwe Fricke. Stadtverordnete wurden  Manfred Nieft, ein Urenkel des ersten Stadtverordneten Anton Schmidt, Fritz Horn, Mechthild v. Lutzau, Renate Sedelmayer, Harald Kühlborn und Frank Kistner. Ortsvorsteher waren Herbert Matzat (1981), Klaus Schneider (1993) und Harald Doenst seit 1997. Große Beachtung findet die Südstadtzeitung "Grüne Südstadt", wo über alle aktuellen Themen berichtet wurde und schon in den 70er Jahren der Verwaltungsausschuß, Vorläufer des Ortsbeirats,  über die Probleme des Stadtteils berichtet. Jährlich am ersten Septembersonntag fanden die Auefeste des Ortsvereins statt, die großen Anklang fanden. Da der Ortsverein in der Organisation der ersten Südstadtfeste verantwortlich eingebunden war, verzichtete er auf die Durchführung der Auefeste. Heinz Körner,  ebenfalls Mitglied des Ortsbeirats und Stellvertretender Ortsvorsteher, initiierte die  Arbeitsgemeinschaft Südstadt, die am 8. Dezember 1988 unter seiner Leitung gegründet wurde. Bisher organisierte die Arbeitsgemeinschaft acht Südstadtfeste, die alle auf der Frankfurter  Straße stattfanden und sehr erfolgreich waren und bewiesen, dass die Frankfurter Straße nicht nur die Funktion hat, den Stadtteil zu zerschneiden.

Kurz vor seinem 100-jährigen Jubiläum wurde der Ortsverein 2002 in SPD Ortsverein Südstadt umbenannt, auch um deutlich zu machen, daß sich in diesem Stadtteil ein neues Selbstbewußtsein, eine neue Stadtteilidendität, entwickelt hat. Die Ausstellung "100 Jahre Südstadt" während des ersten Südstadtfestes fand im Rahmen der Kulturtage der Region 1989 statt, die Beiträgen zum Schwerpunktthema "Projekt Heimat" besondere Beachtung schenkten. Die Ausstellung wurde am 2. 9. 1989 feierlich von Stadträtin Christine Schmarsow eröffnet und der dienstälteste Arzt in der Südstadt, Dr. Ide, schilderte eindringlich seine Erlebnisse in der Südstadt seit 1945 und beschrieb seine "Südstadtschlacken" ganz genau. Im Gemeindebrief der Ev. Südstadtgemeinde war anschließend zu lesen: "In der Johanneskirche lud eine Fotoausstellung dazu ein, einen Blick in die Geschichte der Südstadt zu werfen. Sie zeigte nicht nur das alte Kassel mit seinen alten Gebäuden und Straßen. Sie zeigte vor allem Menschen und ihren Alltag, Menschen "wie du und ich". Die Ausstellung zeigte deutlich, wie die Menschen vor dem II. Weltkrieg  in der Südstadt gelebt und sich hier im ihrem geliebten "Frankfurter-Tor-Viertel" zu Hause fühlten und wie sie im Krieg gelitten haben." Sie zeigte die Geschichte der Arbeiterbewegung nach dem I. Weltkrieg und auch die Verfolgung durch die Nazis und den erfolgreichen Wiederaufbau der Organisation nach dem II. Weltkrieg. Nicht zuletzt auch die Initiativen für den Stadtteil, wie u.a. erfolgreiche Politik für die Menschen im Quartier, Gründung der Arbeitsgemeinschaft Südstadt und Einsatz für die Kinder- und Jugendlichen vor Ort, ist der Ortsverein Südstadt nach wie vor eine starke politische Kraft in der Südstadt.


Die Südstadt lebt-

100 Jahre SPD in der Südstadt                                       

                                                                       




Jahrzehntelang feierte derOrtsverein Anfang September sein Auefest vor dem Aueteich in der Karlsaue

Auszeichnung während des Bundesparteitages

Der SPD Ortsverein Kassel Südstadt wurde während des Bun desparteitages 2003 mit dem Wilhelm-Dröscher-Preis für hervorragende Vertrauensarbeit ausgezeichnet. Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Vorsitzender d es Kuratoriums und Bundeskanzler Gerhard Schröder sprachen ihre  Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Unter dem Titil "Die Südstadt lebt" gelang es dem SPD Ortsverein Südstadt, die Stadtgeschichte lebendig zu gestalten. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die Menschen aus der Südstadt, die ihre eigene Lebensgeschichte, die Geschichte der Südstadt und der 100-jährigen SPD in der Südstadt erzählten. Am Beispiel der Familie Anton Schmidt, Sohn Rudolf und dessen Tochter Trudi Nieft, sowie deren Sohn Manfred wurde eine 80-jährige SPD-Tradition in der Südstadt beispielhaft aufgezeigt, die alle Höhen und Tiefen des 20. .Jh. erlebten und mutig die Parteiarbeit unterstützen und Kommunalpolitik mitgestalten konnten.


Hans Eichel zu Gast, Erinnerungen an die Zerstörung Kassels, rechts Uwe Fricke, OV Vorsitzender 1998-2008, Rechts: langjährige Vorsitzende nach dem Krieg: v.l. Hugo Merle, Fritz Horn, Herbert Matzat und Heinz Körner (1983-1998).



Der SPD Ortverein Kassel Südstadt nahm deit 1984 an vier Bundesparteitagen mit Stadtteilthemen teil.

Als Lebendiger Ortsverein erhielt er  den dritten Preis für hervorragende Kommunalarbeit.

Die SPD Südstadt im 21. Jahrhundert

Diskussionsvorschläge- Anmerkungen- Forderungen

Seit den 1980er Jahren ist ein stetiger Rückgang der Mitgliedschaft zu verzeichnen. 1980 waren noch über 300 Mitglieder im Viertel und 2009 nur noch 70 eingetragen. Die Ursachen liegen zweifelos darin, dass es heute kein ausgeprägtres Arbeitermillieu mehr gibt und die sozialen Strukturen gefährdet erscheinen. Arbeitslosigkeit ist für alle Schichten normal geworden und die Angst vor dem Verlust der Existenz wächst auch im Mittelstand. Somit hat die Arbeitslosigkeit seit den 1970er Jahren  von Konjunkturzyklus zu Konjunkturzyklus zugenommen, während die  steuerliche Belastung und der Abbau des Sozialstaates zugenommen haben. Hier einige zusätzliche Gründe:
- Produktivitätssteigerung und Abnahme der Arbeit,
- Globalisierung und Schwächung der staatlichen Einflussmöglichkeiten,
- Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit sind die selben wie vor 20 Jahren,
- Kapitalismus wird gestärkt und geschützt - Visionen nicht diskutiert,
- Durch Aufschwung wird die Arbeitslosigleit nicht beseitigt,
- Löhne fallen unter das Exixtenzniveau,
- Entsolidarisierung der Gesellschaft usw.
.. und über allen schwebt die Individualisierung der Gesellschaft und die Veränderung auf dem Arbeitsmarkt, wie Teilzeitarbeit - Leiharbeit - befristete Arbeitsverhältnisse - Flexibilität und überall Lohndumping!
Die große Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 macht deutlich, dass die Politik keine Antworten auf die aktuellen Probleme hat und dass Zukunftsvisionen und die notwendigen Diskussionen  verschoben werden.
Zukunft der SPD an der Seite der Sozialschwachen
Die Menschen werden die Privatisierung der Gewinne bei gleichzeitiger Sozialisierung der Verluste nicht lange hinnehmen und sicher einen Partner suchen, der ihnen hilft aus dieser Krise herauszukommen. Während ein Hartz-IV-Empfänger sein gesamtes Vermögen aufbrauchen muss, bevor er staatliche Hilfe bekommt, wird ein Manager nicht zur Haftung seiner Fehler herangezogen.
Die Veränderungen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt führen auch zu verändertem Verhalten in privaten Lebensbereichen. Auf diese Veränderungen zu reagieren und auf die Menschen für eine neue Politik zu begeistern, darauf wird es ankommen, damit die politische Arbeit im Stadtteil mit den Bürgern wieder gestaltet werden kann.


Zukunft der SPD 

Forderungen und Durchsetzung von:
-  soziale Sicherheit und Gerechtigkeit -  Einsatz für eine Bürgerversicherung -  Rentenreform - -  Atomausstieg ernst nehmen - Arbeitsplätze in der regenerativen Energie schaffen -- Kontrolle über die Banken gewinnen,   --- usw..
200 Jahre Industriegeschichte mit mehr Wachstum und mehr Beschäftigung geht zu Ende. Früher war Fortschritt verbunden mit SPD - heute eher bei andern Parteien und die NEUE MITTE  geht verloren und hat Angst vor dem Absturz in HARTZ IV.

Wie kann die Zukunft gestaltet werden?
Arbeitsplätze der Zukunft durch mehr Bildung gewährleisten.
Ausbildung hat eine Halbwertszeit von 3 Jahren, danach  neue Technologie, neues Wissen gefordert.
In 8 Jahren verdoppelt sich das Wissen, lernen , lernen , lernen: Lernen zu lernen.
Die Allgemeinbildung muss sich erhöhen - Urteilsfähigkeit ist  Voraussetzung, um in einer wandlungsaktiven Welt zu bestehen. Volkswirtschaftliches und betriebswirtschaftliches Handeln muss jeder Schulabgänger beherrschen, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Die gesamte Wirtschaft und Arbeitswelt muss umgebaut werden. Jeder muss in der Lage sein, in eigener Regie sich  einen Arbeitsplatz zu schaffen.

Arbeitsplatz der Zukunft
Weiterhin wird menschliche Arbeitskraft eingespart - Hohe technische Innovationen - weniger Arbeit -
Die Arbeit wird in Zukunft kein zentrales Großereignis, da von der verfügbaren Zeit nur 10 %
abgefordert werden können. Was wird aus der restlichen Zeit.
Neue Rollen erfordert:
+ Soziale Urteilsfähigkeit
+ Rolle in der Freizeitgesellschaft ausfüllen
+ Hohe Bildung erforderlich auch für Arbeitnehmer.
+ Zukunft? 4/5 der Gesellschaft hat nichts mehr zu tun.
Grundlegende Wende hin zur Freiheit - freien Welt - dafür ist die Gesellschaft schlecht vorbereitet….
Die jetzige Arbeitsgesellschaft duldet wenig autonome Spielkultur (Kinder-Spielzeug aus der Arbeitswelt)
+ Alle müssen lernen zu arbeiten.
Ende der Arbeitsgesellschaft ist vorauszusehen- Vom Blaumann zum Weißmann und
die Arbeit ist nur ein Teil des Tages
Erwerb zur Daseinsvorsorge + + +und und und

Jahresabschlussfeier und Ehrungen Dezember 2011




v.l.n.r: Stadtverordneter Dr. Alekuzei, Bürgermeister und Unterbezirksvorsitzender Jürgen Kaiser, Herbert Blumenstein, Inge Doenst, Ursula Blumenstein, Klaus Schneider und Heinz Körner.

Südstadt SPD öffnet sich


Die Südstadt SPD öffnet ihre Veranstaltungen für alle Bürgerinnen und Bürger,die mitdiskutieren, ihre Meinung zu Sachthemen äußern und eigene Themen einbringen können. Die Südstadt-SPD konnte sich in diesem Jahr neu aufstellen und die Themen Verkehrs- und Wohnsituation voranbringen. Zum Jahresausklang wurden langjährige Mitglieder geehrt , die betonten, dass es ihnen Freude gemacht hat , in ihrer Partei aktiv zu sein. “Unser Engagement ist sichtbar, denn die Südstadt in 1960 ist mit unserem Stadtteil heute nicht mehr zu vergleichen, vieles hat sich positiv verändert und wir konnten mitgestalten.” Für 40-jährige Treue und Mitarbeit wurden Inge Doenst und Klaus Schneider geehrt. Auf stolze 50-jähriges Engagement Ursula und Herbert Blumenstein. Heinz Körner, langjähriger Vorsitzender: “Ich danke den Jubilaren für  ihre Unterstützung , die ich erfahren durfte  bei der Umsetzung und  Aufarbeitung  der Südstadtgeschichte, was ohne euere Mithilfe nicht so erfolgreich gewesen wäre.” Jürgen Kaiser, Bürgermeister und SPD Unterbezirksvorsitzender nahm die Ehrung vor und versprach bei der laufenden Reform der Parteiorganisation alle Mitglieder einzubeziehen, aber auch Themen, die die Menschen vor Ort berühren, zu diskutieren und den Entscheidungsgremien vorzulegen.



Vertrauensarbeit als aktive Kommunalpolitik

SPD Südstadt - ein lebendiger Ortsverein stellt sich vor!


Die Südstadt

Ist ein Stadtteil mit vielen Gesichtern. Die Wohnquartiere liegen entlang der Verkehrsader Frankfurter, - Ludwig - Mond - und Tischbeinstraße. Nicht nur in der Frankfurter Straße, sondern auch in den Nebenstraßen sind an den Gebäuden die Kriegsschäden noch zu erkennen. Östlich der Frankfurter Straße im alten “Beamtenviertel“ sind noch sehr schöne Jugendstilhäuser erhalten, die auch aufzeigen, dass die Südstadt ein junger Stadtteil ist und um  1900 als Vorstadt heranwuchs. Das Auefeld wurde 1955 als Genossenschaftssiedlung errichtet und knüpfte an die Gartenstadtidee an. So wurde die Siedlung zum Vorzeigeprojekt der 50ziger und 1960er Jahre mit Eigenheimbebauung und Mehrfamilienhäusern. Die Nachfrage nach Wohnraum war sehr stark und der Wunsch Haus mit Garten ungebrochen. In den 1960er und 1970er Jahren wurden letzte Baulücken geschlossen, so dass die Vorstadt sich als Vorzimmer der Stadt präsentieren konnte. Eine Frage musste trotzdem geklärt werden und wurde durch die täglichen Sorgen der Menschen in der Nachkriegszeit verdrängt. Wo wohnen wir? Warum setzt sich die Bevölkerung so zusammen? Warum wurde so und nicht anders gebaut?
Was machen wir aus unserem Quartier? Wie können wir wieder eine Heimat gewinnen?
Diese Frage ging der Ortsverein Kassel Südstadt nach und konnte mit dem Ergebnis seiner Bemühungen zufrieden sein. Heute lebt man in der Südstadt und nicht in der einen oder anderen Straße usw.. Heute gibt es seit 21 die Arbeitsgemeinschaft Kasseler Südstadt e.V. und die SPD stellt seit 1997 ungebrochen den Ortvorsteher, den sie mit kurzer Unterbrechung von Beginn an stellte und auch im Verwaltungsausschuss den Vorsitz inne hatte.


Zerstörte Frankfurter Straße 99 - 109


Der Krieg zerstört die Vereinsstruktur

Die Südstadt konnte nicht mehr auf eine Stadtteil-Vereinsstruktur zurückgreifen, sondern konnte nur wert darauf legen, dass die Menschen im Quartier ordentliche Lebens- und Wohnverhältnisse  vorfanden, die es auszubauen galt. So wurde schnell erreicht, dass der Einzelhandel und somit die Frankfurter Straße wieder eine Einkaufsstraße und Treffpunkt der Bürger  und das die Infrastruktur hervorragend ausgebaut wurde. Die Südstadt entwickelte sich zu einem guten Wohnviertel mit direktem Zugang  zur Innenstadt und wird zurecht “Die grüne Südstadt” genannt, so hieß die erste Stadteilzeitung der SPD seit den 1960 er Jahren, denn die Karlsaue und der Nahe Schönfelder Park heben die Wohnqualität in hervorragender Weise heraus.



Auszeichnung durch den Parteivorstand - Eine Erfolgsgeschichte kontinuierlicher Vertrauensarbeit an der Basis!
Der SPD Ortsverein und damit der Unterbezirk Kassel Stadt wurde 2003  auf dem Bundesparteitag für hervorragende Vertrauensarbeit  mit dem Wilhelm- Dröscher- Preis ausgezeichnet.
Im PD Ortsverein Süd nahm 1987 der Arbeitskreis Südstadt seien Arbeit auf, die darin bestand eine Grundlage für eine erfolgreiche Stadtteilpolitik zu schaffen. Durch Stadtteilbegehungen und  vielen Südstadtgesprächen wurden die Themenbereiche:
- Auestadion Vorplatz -  (nach Tribünenumbau muss gelöst werden)
-Gestaltung des Platzes vor der Markuskirche -(gelöst)
- Einbeziehung der Vereine am Auedamm (immer wieder)
- Verkehrssituation rund um die Karlsaue (unter Beobachtung)
- Erhaltung der Friedrich Wöhler Schule, Schulstandort Südstadt,
- Sanierung des Henschelgartens  (vor Lösung)
- Tempo 30 Zonen in den Wohnviertels, (gelöst)
angesprochen und diskutiert und  in die politische Gremien weiter geleitet.



Bücher über die historische Entwicklung des Stadtteils

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt wurde die Aufarbeitung der Stadtteilgeschichte.
Um den Stadtteil besser kennen zu lernen, wurde eine Anzeige in der HNA
aufgegeben und die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, ihre Erlebnisse mit Berichten und Fotos an Klaus Schneider und Heinz Körner zu übermittel.
Über 50 Besuche kamen zustande und die “Südstädter” gaben umfangreiche Berichte und viele Fotos ab. Ursprünglich wollte der SPD Ortsverein zu den Wahlkämpfen nicht nur Parteiinformationen weitergeben, sondern auch die Geschichte des Stadtteils durch eine Broschüre aufzeigen. Es wurde aber eine umfassende historische Aufarbeitung des Stadtteils daraus, die im ersten Buch “Die Südstadt” zusammengefasst wurde, das am 7.12.1988 in der Sparkasse in der Akademiestraße vorgestellt wurde. Die Resonanz war gewaltig und die ältere Generation nahm rege teil und fühlte sich angesprochen und teilte sich umfassend mit, so dass abzusehen war, dass weitere Veröffentlichungen erforderlich sein werden. Wenn man besenkt, dass der Wartberg Verlag, der bis dahin viele Stadtteilbücher herausgebracht hat, den Stadtteil vernachlässigte, da er glaubte hier keine Resonanz zu finden oder sogar den Stadtteil nicht kannte. Was für ein gewaltiger Erfolg für die SPD in der Südstadt!
Über die Geschichte des Stadtteils vom Frankfurter Tor Viertel zur Südstadt gibt es mittlerweile vier Bücher, die umfassend Auskunft über die historische Entwicklung geben.
Resonanz im Stadtteil
Hier gab es schon vor Veröffentlichung des Buches Die Südstadt von der SPD die Initiative die Vereine, Parteien und kirchlichen Organisationen in einer Arbeitsgemeinschaft Südstadt zusammenzubringen. Am 7.Dez. 1988 kam es unter Federführung und Einladung des SPD Vorsitzenden Kassel Süd  zur Gründung der AG Südstadt unter Vorsitz des SPD Ortsvorstehers Herbert Matzat. Auf dieser konstituierenden Sitzung wurde ebenfalls beschlossen im Sommer 1989 ein Stadteilfest auf der Frankfurter Straße durchzuführen. Dies war die Sternstunde der Arbeitsgemeinschaft Südstadt, die von der SPD auch die Neujahrsempfänge übernahm und den Jazz-Frühschoppen im Weinberg.

SPD Südstadt - Ortsvereinvorsitzende seit 1998 vrnl.: Heinz Körner, Uwe Fricke, Thomas Ladner und Benjamin Burck

2011 übernahm Heinz Körner wieder den Vorsitz zusammen mit Uwe Fricke als Kassierer.

Hiermit ist es zum ersten Mal nach dem Krieg wieder gelungen, die Menschen im Stadtteilzusammenzuführen, die nach dem Krieg und dem Wiederaufbau hier im Quartier wohnten. Mit der neuen Auefeldsiedlung kamen abermals viele Menschen in die Südstadt, die nach den engen Wohnverhältnissen der Nachkriegszeit sich eine neue Heimat aufbauen wollten. Die neue Bevölkerung der Südstadt bestand aus Kriegsflüchtlingen, Um- und Ausssiedlern, die in Kassel eine neue Existenz gefunden hatten und hier wohnen wollten. Jetzt galt es diesen neuen “Südstadtbürgern”  ein Stadtteilgefühl, eine Stadtteilidentität, zu vermitteln. Sie alle, die alten und neuen Bewohner im Quartier, suchten eine neue Heimat. Das galt gerade auch für die “Urbevölkerung”, die ihren Stadtteil nach den Bombenangriffen und dem Wiederaufbau nicht wieder erkannten und alle Vereine, Gaststätten und Infrastruktur weg gebrochen war. Diese älteren Bürger nahmen unser Angebot an und halfen mit, ein neues Lebensgefühl im Stadtteil aufzubauen.
Der größte Sportverein Kassels vor dem Krieg der SC Kurhessen war ein Sportverein der Frankfurter Straße, nach dem Krieg ein Sportverein der Region Kassel Südstadt (KSV Hessen Kassel). So kann man auch das Verhältnis zu allen anderen Vereinen in der Südstadt treffend bezeichnen. Die Vereine hatten keine Mitglieder mehr aus der Frankfurter Straße, da diese erst wieder bis 1955 wieder aufgebaut war und die ehemaligen Mieter andere Quartiere bezogen. Der Nationalsozialismus und der Hitlerkrieg zerstörte eine homogene und gesunde Arbeiterbewegung und Vereinskultur in der Frankfurter Straße, damals noch Frankfurter-Tor-Viertel genannt.


Geschäftsdstraße - Frankfurter Straße, 1930 Ecke Mozartstraße und Frankfurter Straße 55

Arbeitsplätze in der Südstadt
Über 7000 Arbeitsplätze bietet die Südstadt im neuen Behörden- und Gewerbestandort Knorr- und Raiffeisenstraße, HNA am Park Schönfeld und in der Frankfurter Straße im “Versorgungsamt” und der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Gartenbau, sowie in vielen Kleinst- und mittelständischen Unternehmen.

Identität mit dem Wohnquartier fördern

In der Nachkriegszeit entstand der Eindruck, das sich der Stadtteil in mehreren Quartieren aufteilt: Westlich und östlich der Frankfurter Straße, Auefeld und Philosophenweg. Die Bürger in diesen Wohngebieten zu bewegen, gemeinsam zu feiern und ihren Stadtteil wahrzunehmen, galt die politische Arbeit im Ortsverein Kassel Süd. 1989 wurde eine Initiative “Heimat” der Stadt Kassel ins Leben gerufen, die Kultur in den Stadtteilen fördern helfen sollte. Der SPD Ortsverein nahm daran mit einer Ausstellung “100 Jahre Südstadt” teil und  zeigte diese Ausstellung zum ersten Südstadtfest im September 1989 in der Ev. Südstadtgemeinde mit großem Erfolg.
Motto:
Wer seine Heimat liebt,
Der muss sie auch verstehen,
Wer sie aber verstehen will,
Muss überall in ihre Geschichte
zu dringen suchen.
(Jakob Grimm)

Statistisches - Erfolge - Wahlkampfergebnisse
Das erste Südstadtfest auf der Frankfurter Straße, die Ausstellung
“100 Jahre Südstadt” und die Vorstellung der Ortsvereinsarbeit auf den Bundesparteitagen wurde ein Erfolg der SPD im Quartier.
Ortsvorsteher:
Herbert Matzat 1979- 1992,
Klaus Schneider 1992-1993
Harald Doenst  1997 bis  heute  Spitzenkandidat für 2011
1993 ging eine Kommunalwahl stadtweit mit hohen Verlusten für die SPD verloren. Eine Wahlperiode stellte die CDU den Ortsvorsteher.

Wahlergebnisse:
  2001 - SPD  40,5 % -  CDU 29%      Grüne 24,6 %        
2006 - SPD  47,54% - CDU 25,71    Grüne 26,75%

Fläche der Südstadt6: 3,58 qkm  - Kassel 10.678 qkm

Bevölkerung :
1939 : 9033 Einwohner
1946: 3.300 Einwohner (Zerstörung des Wohnraums)
1961: 12.838 Einwohner
2003:   7.205 Einwohner
2008    7.078 Einwohner
Der Ausländeranteil betrug 925 = 12,8 %.

Umbenennung in Kassel Südstadt

Aufgrund der zahlreichen Veröffentlichungen lag der Schluss nahe den Stadtteil den Namen Südstadt zugeben. Der SPD Ortsverein brachte den Antrag in den Ortsbeirat ein, der diesen Antrag befürwortete und den Stadtgremien weiterleitete, so dass die Umbennung 2003 erfolgen konnte.
Der Stadtteil wurde im 19. Jh. (um 1800) Frankfurter Tor und nach 1945 als Kassel Süd  bezeichnet.

Die Situation 2010 - Was wurde erreicht?

Die Geschichte des Stadtteils wurde durch die Veröffentlichung “Stadtteil Auefeld” und “Der historische Weinberg” fortgeschrieben und Ausstellungen im Rathaus und bei den Veranstaltungen in der Südstadt gezeigt. Der Henschelgarten wird saniert und die Forderung des SPD OV seit 1995 verwirklicht. Die SPD Südstadt führte hier die erste Begehung und anschließend ein Biergartenfest durch, den der Vorsitzende der AG Südstadt, Fritz Horn, zum Anlass nahm, hier mit der AG ein Weinbergfest zu installieren. Diese Weinbergfest fand bis zur Sanierung des Henschelgartens statt. Das Südstadtfest auf der Frankfurter Straße wurde durch lang anhaltende Bauarbeiten nicht durchgeführt, stattdessen fanden die Weinbergfeste und ein Stadtteilfest auf dem Brückner-Kühner-Platz statt.
Natürlich gibt es nach wie vor auch Problemfelder, die abgearbeitet werden müssen. So bleibt nach wie vor die Gestaltung des Auestadion - Vorplatz ein Thema, der Spielbetrieb des KSV und der Huskies und die Fluktuation  der Geschäfte in der Frankfurter Straße, wobei der neue Edeka- Markt sicher ein Zeichen setzt.
Aber über allen Problemen, über die andere Stadtteile sicher nur lächeln können, bleibt der hohe Wohnwert, die gute Anbindung an die Innenstadt und letztlich die einzigartige Karlsaue mit den Bugaseen vor der Tür.

Was bleibt als politische Aufgabe?
1. Die vorhandene Struktur mit der AG Südstadt, aktiven Ortsbeirat und Ortsvorsteher und Engagement der SPD 
     Südstadt zu  erhalten und zu erweitern.
2. Netzwerk weiter ausbauen.
    Unterstützen der Arbeit der Ev. Südstadtgemeinde, Schulen und Vereinen,
    wozu auch die Kleingartenvereine zählen und die Stärkung der AG Südstadt weiter voranzubringen, ganz nach dem
    Motto der AG “Miteinander macht`s möglich.”
3. Veränderung en der Struktur im OV Südstadt verbessern, wie Internet-Auftritt, Südstadtgespräche, überparteiliche Zusammenarbeit im Stadtteil zum wohl der Bewohner.

2 . Bürgergespräche in der Südstadt November 2010

zu: Verkehrsströme durch die Südstadt” und “Gewerbe- und Behördenstandort Südstadt“.

Ist das Thema der Veranstaltung am Sonntag, den 14. November, 15.00 Uhr in Eppos Clubhaus, Damaschkestraße 35.

Damit laden Heinz Körner, Autor der Südstadtbücher, sowie der SPD - Ortsverein Südstadt zum zweiten Bürgergespräch ein. Für Fragen stehen Ortsvorsteher Harald Doenst und Klaus Schneider, SPD Fraktion und die Stadtverordneten Dr. Rabani Alekuzei und Christian Geselle, Stellv. Vors. SPD Stadtverordnetenfraktion und deren Sprecher für Wirtschaft- ind Arbeitsmarktrpolitik zur Verfügung. Zur Einführung werden Fotos aus der geschichtlichen Entwicklung der Frankfurter Straße gezeigt und am Anschluss die positive Entwicklung der Geschäftswelt des Viertel aber auch die Belastungen durch den wachsenden Autoverkehr angesprochen und zur Diskussion gestellt. Die Südstadt verfügt über eine Einkaufsmeile Frankfurter Straße und ein Behörden- und Gewerbezentrum das vorgestellt wird, aber auch über eine zunehmende Verkehrs- und Umweltbelastung. Es soll die Frage beantwortet werden, wie die Geschäfte in der Frankfurter Straße für die Versorgung im Quartier erhalten und verbessert werden kann und die Umweltbelastungen erträglicher gemacht werden können.

Verkehrsströme durch die Südstadt

Zählungen von 2006 und 2008 ergaben im Bereich der Frankfurter Straße zwischen Auestadion und Beethovenstraße eine Verkehrsbelastung von ca. 34.000 KFZ / 24 Std. Es verkehren außerdem zwei Regio Tram Linien (RT 3 und RT5, zwei Straßenbahnlinien 5 und 6 und zwei Buslinien ( 50 und 500). Ausbau Südtangente und Anbindung an das Gambacher Kreuz (A 49) wird in baldiger Zukunft spätestens in 20 Jahren die Kfz-Belastung auch in der Südstadt erhöhen, da die Ersparnis über diese Streckenführung einen Gewinn von 30 Minuten bedeutet. (20 KM kürzer) Ein neues Lärmschutzgutachten besagt, dass auch bei besonderer Belastung in Hauptverkehrsstraßen wie die Frankfurter Straße zwischen Auestadion und Weinberg Tempo 30 umgesetzt werden kann.

Politisches Wollen gefragt !

Gez.:Heinz Körner





Elisabeth Milbrandt - Gratulation zum 105. Geburtstag

- Mit 19 Jahren Eintritt in die Partei.


Am 15.7. 2011 wurde Elisabeth Milbrandt 105 Jahre, geb. am 15.7.1906 in Landsberg/Warthe.
Sie lernte nach dem Ersten Weltkrieg ihren Mann Erich (geb. 1902)  kennen und heirateten
1922. Ab 1919 besuchten sie die Veranstaltungen der  Holzarbeitergewerkschaft in Mainz und Erich wurde aktives SPD Mitglied.
Sie lebten in Mainz und hatten  in den 1920er Jahren eine glückliche Zeit. “ Wir haben gesungen und alles mitgemacht. Innerhalb der SPD besuchten wir gemeinsam die Veranstaltungen, aber Erich kannte die Größen der Partei, war in der Verteilerorganisation tätig, so hatten wir viele Kontakte. Das war auch nach 1954 so,  als Erich als Schmiedemeister zu Henschel nach Kassel kam. Mit der Geburt unserer Tochter (1951) begann nach dem Krieg wieder ein schöne Zeit  in Kassel.  Heute denke ich  auch gern an unsere Zeit in Mainz zurück, aber die längste Zeit meines Lebens habe ich hier in Kassel verbracht.”
Elisabeth Milbrandt hat bis 1995 allein mit ihrer Tochter in der Rembrandtstraße 5 gewohnt, anschließend (nach dem Tod der Tochter) lebte sie in den Seniorenwohnanlagen Fasanenhof. Zum Geburtstag kamen Verwandte aus ganz Deutschland. Heute wird sie von der Enkelin Sandra Bianucce  und ihrem Enkel Jörg Große regelmäßig besucht, wo auch manchmal die Urenkel (9 und 6 Jahre, Junge und Mädchen) dabei sind. Elisabeth Milbrandt: “Es gab viele Höhepunkte in meinem langen Leben ,  aber mit besonderer Freude blicke ich  auf die gemeinsamen Besuche der Parteiveranstaltungen mit meinem Mann  zurück.

Auf dem Foto vlnr : Heinz Körner, Ortsvereinsvorsitzender SPD Kassel Südstadt, der das Glückwunschschreiben des Parteivorsitzenden S. Gabriel verlass, Elisabeth Milbrandt, die ihr Parteibuch und auch das ihres Mannes  Erich stolz vorzeigte. Stadtrat Hans-Jürgen Sandrock , der Grüße des Oberbürgermeisters überbrachte und ihre Enkelin Sandra, die die Geburtstagsfeier organisierte, wo Heinz Körner auf die geschichtlichen Erlebnisse  einging und die Treue zur SPD würdigte.


Altgenossin Elisabeth Milbrandt erzählt wie sie in die Partei eingetreten ist. Ihre  JahrenTochter hat sie bis vor

wenigen Jahren betreut. Nach ihrem Tod pflegt sie Enkeln Sandra.



Ein Buch über den Weinberg und der Südstadt  - Erinnerungen werden lebendig!



Die Kommunalwahl 2016

Ich erlaube mir als ältestes Mitglied des neu gewählten Ortsbeitrats laut § 11  Wahl- Abs 2
„Bis zur Wahl des Ortsvorsteher(/In führt das an Jahren älteste Mitglied  des Ortsbeirats den Vorsitz.“
ein paar Anmerkungen zu machen:


Wahlausgang
Das Ende von Rot-Grün
Wahlberechtigte          6004                    Stadtverordnetenversammlung
 Wahlbeteiligung         45,94%          
Grüne    22.30 %     CDU     17,47%           SPD 29,48 %      

Wahlberechtigte      5945 = 45,89%             Ortsbeirat     55% Nichtwähler
CDU 20,17%     SPD 34,33%       Grüne  35,69%  
Sitze       2            3 -1                     3  - 3
Heinz Körner: 1788        Saric  1929       Geiser 1026  Stimmen

Somit sind Bündnis 90 "Die Grünen" Wahlsiegerin.
55% sind nicht zur Wahl gegangen, d.h. nicht einmal die Hälfte interessiert sich für die Kommunalpolitik.
Also machen wir die Arbeit im OBR für 45 % der Bürger.

Jetzt kann man hin und her diskutieren – aber wir haben 55 % der Bürger nicht erreicht.

Was bedeutet das?
Wie sprechen wir diese Bürgerin Zukunft an?
Wir vertreten die Interessen der Bürger und sind für sie direkter Ansprechpartner, was man auch daran ersehen kann, dass wir heute einen Tagesordnungspunkt aufgenommen haben, der direkt von den Bürgern kommt mit den Wunsch, die Verkehrsproblematik Menzelstraße zu besprechen.

Ich wünsche mir, dass sie als Bewohner des Stadtteils sich noch mehr einmischen und uns Hinweise geben, was für sie wichtig ist und wofür wir uns einsetzen sollten.
Teilen Sie mir Ihre Wünsche mit. Ich wohne in der Beethovenstraße 3:


Tagesordnung
Vorstellen der Mitglieder des Ortsbeirates
Wahl des Ortsvorstehers/IN

Heinz Körner
71 Jahre, 1990 aus dem OBR als Stellv.Vorstitzender ausgeschieden,
Heinz Körner, bekannt durch meine historischen Ausarbeitungen über den Stadtteil und Kassel Bücher und Ausstellungen zur Geschichte des Stadtteils und Kassels.

Ich möchte diese Erfahrungen für den Stadtteil im Ortsbeirat einbringen und die Arbeit des Beirates neu kennenlernen, beurteilen zu können, welchen Einfluss er auf die Bürger im Stadtteil oder auf den Magistrat ausüben kann.

Die SPD hat nur noch drei Sitze im OBR, hat also einen Verlust von 10% hinzunehmen. Daraus ergeben sich Konsquenzen.
Wir  werden aber trotzdem versuchen, unsere Ziele in der Südstadt umzusetzen,  was die  Wohnqualität im Quartier betrifft, Förderung des Sozialen Wohnungsbaus und  z.B. Förderung der Geschäfte in der Frankfurter Straße und Beibehaltung von Tempo 50 auf den Hauptverkehrsstraßen.
Wichtig ist uns auch den hohen Freizeit- und Erholungswert des Stadtteils zu erhalten und zu fördern.

Wie das umgesetzt werden kann, werden die nächsten Jahre zeigen.
Wir versuchen als SPD das schwächste Glied im Straßenverkehr - die Fußgänger-
zu schützen -auch vor Fahrradfahren. Ich halte persönlich Ideologie im OBR nicht für angebracht. Die Menzelstraße als Fahrradstraße zu erklären gehört dazu und bringt nur Unordnung und Chaos.

Wir werden sehen, wie sich das weiter entwickelt
und stellen einfach die Menschen im Stadtteil in den Vordergrund.
Wenn Sie als Bürger Vorschläge haben,so wwnden Sie sich an mich.
Heinz Körner, Beethovenstraße 3, 34121 Kassel.
 

Horst Böttcher, Kassierer, Grazina Macikiene und Heinz Körner im OBR.

Protokolle aus 2018

Liebe Genossinnen und Genossen,


zur Mitgliederversammlung des Ortsvereins Südstadt lade ich euch ganz herzlich ein für:


13. September 2018, 18.30 Uhr,

Ort:TC 31, Menzelstraße neben dem Auestadion


Folgende Tagesordnung schlage ich vor:


Die Mitglieder erstellen die Tagesordnung


Beispiele:

  1. Parteireform – 2018 – Was will die SPD Südstadt?

  2. Bildung, Pflege, Rente

  3. Landtagswahlkampf-Termin für Hausbesuche und Hilfe für

  4. Stände besprechen Ort:

  5. Wahlkampf Aktuelles


Nächster Termin

.

4.10. 18.30 Uhr im Saal TC 31 mit Wolfgang Decker


  1. Oktober, TC 31, 18.30 Uhr Wahlkampf


Verschiedenes:



Mit freundlichen Grüßen

gez.

Heinz Körner

Vorsitzender


SPD-Ortsvereinssitzung Kassel-Südstadt, 04.10.2018, Clubhaus TC 31

Beginn: 18.30 Uhr Ende: 20.30 Uhr

Leitung: Heinz Körner Protokoll: Hans-Gg. Krapf

Anwesende: s. Anwesenheitsliste (Wolfgang Decker + 8 Genossen; keine Genossin)

TOP 1 Eröffnung und Begrüßung, Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung

Heinz Körner eröffnet die Sitzung und begrüßt die Anwesenden, besonders Wolfgang Decker und Nils Kistner.

Das Protokoll der letzten Sitzung wird genehmigt.

Im Lauf der Sitzung überreicht Wolfgang Decker Nils Kistner das Mitgliedsbuch und begrüßt ihn in unseren Reihen.


TOP 2 Gespräch mit unserem Abgeordneten und Kandidaten Wolfgang Decker

Wolfgang Decker beschreibt seine vielfältigen Wahlkampfaktivitäten und lobt das Engagement der Mitglieder. Er selbst will uns auch an unserem Stand beim KiK besuchen und bietet Hausbesuche in unserem Ortsverein an. Besonders verweist er auf den Roten Rummel am Nachmittag des Samstag, 27.10. mit Thorsten Schäfer-Gümbel, Stefan Weil und Unterhaltungsprogramm.

Für das Wahlergebnis in unserem Wahlbezirk ist Wolfgang im Rahmen der Umfragen noch recht optimistisch, zumal wir immer eine gute Wahlbeteiligung hatten.

Das Gespräch dreht sich vor allem um die Themen Wohnen, Bildung, Kultur und Stadt-entwicklung. Dabei werden das Fehlen von erschwinglichem Wohnraum, auch für Studierende, der Lehrermangel auch im Zusammenhang mit Inklusion und der Zustand der Schulgebäude, das Ende des Kulturzeltes und die Verkehrssituation im Kasseler Becken angesprochen. Der Rückzug der SPD aus der Wohnungsbaupolitik wird kritisiert. Sie sei unter früheren Ministerpräsidenten ein Aushängeschild der SPD gewesen.

Für den Schulbereich kündigt Wolfgang Decker die Einstellung von mehr Lehrerinnen und Lehrern sowie Sozialassistenten und den Ausbau von Ganztagsschulen an. Auch solle die digitale Bildung gefördert und die Lehrkräfte von Verwaltungstätigkeiten entlastet werden.

In den Schulen gebe es sicher einen Sanierungsstau, erklärt Wolfgang Decker, aber die Stadt und der Bund investierten gerade 7 bzw. 24 mio Euro und einige Schulen seien auch schon saniert. Die Kritik, die Stadt habe lieber in Prestigeobjekte wie die Fuldapromenade und die Goethestraße investiert, weist er zurück. Rabani verweist auf deren Bedeutung für Anwohner, Passanten und Touristen.

Decker erklärt weiter, für das Kulturzelt gebe es evtl. auch andere Interessenten. Entgegen der Aussage der bisherigen Betreiber habe es die Stadt aber durchaus unterstützt, sich an dem neuen Zelt beteiligt und für 2019 einen Zuschuß von 42.500 Euro in Aussicht gestellt.

Zur Förderung des Wohnungsbaus kündigt Wolfgang Decker die direkte Förderung z.B. durch die Ausweisung von erschwinglichem Bauland an und die Unterstützung des Sozialen Wohnungsbaus an. Er verweist auf den Verkauf des Geländes des Versorgungsamtes an die Wohnstadt, die dort erschwinglichen Wohnraum schaffen wolle.

Zu den Baumaßnahmen in der Südstadt führt Heinz Körner aus, es gebe mit Versorgungsamt, Kinderkrankenhaus Schönfeld und Jägerkaserne sowie den Neubauten für den Sport am Auestadion vielversprechende Maßnahmen. Problematisch sei aber immer noch die Situation der Bergshäuser Brücke. Wolfgang Decker gesteht zu, daß es sicher mehr Verkehr im Kasseler Becken gebe. Nötig seien verbesserter Lärmschutz, auch an der A 49, und ein verbessertes Verkehrsleitsystem.

Ein Thema ist auch die Situation im Pflegebereich. Hier werden bessere Arbeitsbedingung-en für das Personal und der Einsatz von Bundesmitteln gefordert.

Wolfgang Decker geht gegen 19.45 Uhr zu einer anderen Veranstaltung. Danach wird die Diskussion zum Wohnungsbau (‚Bezahlbarer Wohnraum auch für Mindestlohnempfänger‘), zur Schulsituation und zur Pflege fortgesetzt. Dabei klingt immer wieder die Forderung nach stärkerer Bündelung von Kompetenzen beim Bund durch, die aber auch kritisch gesehen wird. Befürwortet wird die Wiedereinsetzung der Historischen Kommission der SPD.

Heinz will zu einem Treffen zu den Themen Pflege, Zentralisierung und Bildung einladen. Dazu will er nach den Wahlen Anträge des OV an den Parteitag entwickeln. Mögliche neue Themen seien auch die Rolle der Banken und die Transaktionssteuer.

Es gibt dann noch eine lebhafte Diskussion zu Personalia in Bund und Stadt und zu Tempo 30 auf Hauptausfallstraßen.

TOP 3 Verschiedenes

Neuer Termin: Do, 8.11., 18.30 Uhr, TC 31

Ende der Versammlung: 20.30 Uhr

Kassel, 22.10.2018 gez. Hans-Gg. Krapf, Schriftführer gez.