Die Südstadt wurde Garnisonsstandort

mit dem Standortlazarett; der Husarenkaserne (1884-89)und Jägerkaserne (1907/10) und in Niederzwehren die Kaserne des Fussartillerieregements in der Dennhäuser Straße (1914), sowie das Übungsgelände Dönche.. Es entstanden auch Krankenhäuser (Elisabeth- und Kinderkrankenhaus), Kunsthochschule Menzelstraße (1907) und die Bürgerschule im Philosophenweg (1912). An Industrien waren 1910 vorhanden: Eisenmöbelfabrik Schmidt&Keerl, Frankfurter Straße 70,  Chr. Berghöfer, Metallschlauch und Kompensatorenfabrik  und Waggonfabrik Credé am Bahnhof Niederzwehren. Die Industriegebiete lagen im Norden und Osten der Stadt. Im Süden konnte nach dem II. Weltkrieg das Auefeld und die Heckerswiesen bebaut werden (Gewerbe- und Behördenstandort Süd), Baulücken wurden geschlossen.


Der Kasseler Süden wurde seit den 1890er Jahren Sportstandort und besitzt heute die großen Sportanlagen Hessenkampfbahn, Auestadion, Großsporthalle, Eisporthalle und weitere Sportanlagen und die wassersporttreibenden Vereine am Auedamm. Der Charakter der Südstadt als Vorstadt ging mit der zunehmenden Bebauung verloren, aber die Kleingartenvereine Hofbleiche, Naturheilverein Süd und Südwest, Giesewiesen und Auefeld. auch Süd und Park Schönfeld sind Oasen entlang der Frankfurter Straße und Südtangente. Bis auf das Versorgungsamt und Wohnhaus an der Bosstraße blieb die Südstadt von Hochhäusern verschont und die Karlsaue, Fulda und Buga-Gelände bilden ein grünes Freizeit- und Erholungscenter nicht nur für die Südstädter. Bemerkensweert ist und bleibt, dass der Park und das Freizeitgelände von der City aus fußläufig zu erreichen ist – fast einzigartig in Deutschland.

Es macht einfach Freude, die historische Entwicklung der Stadt während eines Spaziergangs zu erforschen und der Stadt und seine Geschichte näher zu kommen. Ob Obere Neustadt, Auehang mit Rondell und Blick über die Fulda auf die Untere Neustadt oder Spaziergang über die Fünffenster- und Friedrichsstraße zum Brüder-Grimm-Platz und Weinberg und nicht zuletzt durch den Auehang zum Jugendstilviertel der Südstadt, Frankfurter Straße und der Auefeldsiedlung zum Park Schönfeld. Sie werden viele Überraschungen und glückliche Momente erleben – und dieses nicht nur zu documenta-Zeiten und 1 100-Jahr-Feier. 

Am 8/9. März 1945 wurde das Viertel durch Bombenangriff zerstört.

Beginn Mozartstraße/Frankfurter Straße

Frankfurter Straße 105

Frankfurter Straße 111-113

Frankfurter Straße 95

Frankfurterstraße 78                                                              Frankfurter Straße 70 -76 - 78

Eines der ältesten Häuser in der Südstadt von Anfang an (1888) Fleischerei, Frankfurter Straße 67

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Frankfurter Straße Mozartstraße bis Auestadion 1914

Ecke Heckerstraße 1920