Stadtentwicklung Garnisonstadt Kassel


Die Geschichte der Kasseler Garnison beginnt mit dem Ende des 30-jährigen Krieges, da die Erfahrungen dieses Krieges ständige militärische Einrichtungen dringend geboten waren. Seitdem kämpften die hessischen - kasselsche Truppen auf allen Kriegsschauplätzen.
1776 wurden Truppen nach Amerika eingeschifft. 1783 kehrte ein großer Teil der 17.000 Mann starken Truppen nach Kassel zurück. Mit der Grande  Armee Napoleons zogen 1812 25.000 Hessen nach Russland. Nur 400 kamen 1813 zurück. 1815 stellte Kurhessen 12000 Streiter gegen Frankreich. 1821 wurde durch Kurfürst Wilhelm eine Heeresreform eingeführt und die Kasernen modernisiert.
1866 wurde  Kassel Hauptstadt einer Provinz und eines Regierungsbezirkes und Sitz des Generalkommandos des XI. Armeekorps, die Stäbe der 22. Division, sowie der 43. und 44. Infanterie - und der 22. Kavalleriebrigade.
Kassel erlebte eine Aufwertung durch diese Führungsstäbe.

Nach dem Sieg gegen Napoleon wurde Kassel wieder kurhessische Garnisonstadt. 1821 wurden die Kasernen weiter für 4 000 Soldaten ausgebaut und um 1850 beginnt eine große Anzahl militärischer Baulichkeiten, Parade- und Exerzierplätze, militärisch bewachter Stadttore und das tägliche Aufziehen der Wache erinnern daran, dass die Stadt nicht nur Residenz- sondern auch Soldatenstadt ist. 1866 geht die kurhessische Armee in die preußische auf. Zu Beginn des Deutsch-französischen Krieges wurde Kassel zweithöchster militärischer Standort mit dem Sitz des Generalkommandos XI AK und der Stäbe.

Kasernenbauten 1581-1763
1581 - 1605: Bau des Zeughauses für die Artillerie
1763 : Landgräfliche Leibwache, Garde du Corps, anschl. Artillerie,
              Weitere Gebäude an der Weserstraße: Herstellung von Salpeter,
              Stallungen und die landgräfliche Gießerei, in denen Kanonen gegossen wurden. 


Die Garde-du-Corps Kaserne
Sie stand etwa auf dem Gelände des heutigen Capitol-Lichtspielhauses. Baumeister war Louis du Ry 1768. Die Kaserne ist im Stil des Rokoko erbaut,. "Die Kaserne der Garde - du - Corps in ein schönes, 400 Fuß langes Gebäude, das aus einem Corps de logis, zween Flügeln und zween Pavillons besteht. Nahe dabey steht ein besonderes Reithaus für dieGarde du Corps mit einem großen freien Platz zur offenen Rennbahn." 1910 wurde die Kaserne zum Abbruch geräumt. Das Hofverwaltungsgebäude am Friedrichsplatz neben dem Fridericianum und von diesem durch den Steinweg getrennt, war von 1868 ab Sitz der Kreigsschule. Nach 1919 verschiedene Verwaltungseinrichtungen und nach 1935 zeitweise Sitz des Generalkommandos.

Kasernenbauten  1812 -1866

Stadtkaserne
1810 : von König Jérôme in Auftrag gegeben , Luisenstraße
Viele hundert 167er hatten in Friedenzeiten die Kaserne an der Westendstraße bezogen, die eine interessante Geschichte zu erzählen hat. Es war z.Zt. König Jeromes als die Kaserne erbaut wurde. Die Veranlassung dazu gab die dauernede Belegung Kassels mit der Einquartierung fremder Soldaten, was den Protest der Kasseler Bürgerr hervor rief. Da qwo die Gebäude der Stadt aufhörten in der Gemarkund Wehlheiden, war ein Bauplatz vorgesehen. Die KAserne war für 3000 Mann berechnet und sollte einen geräumiogen viereckigen Hof umschließen, in den alle Ausgänge des Gebäudes mündeten. Zu beiden Seiten des Eiungang die Offiziergebäude mit Wohnungen für 104 Offiziere. Im Erdgeschoss erhalten die Offiziersgebäude Stuben, Küchen und Keller befinden. Auch die Querseitenflügel erhalten noch in den nach vorn gelegenen Teilen Erdgeschosse. Die Kaserne erhält 150 Mannschaftstuben für je 20 Mann, außerdem Wachstuben, Räume für Reinigung der Waffen und Uniformen Wohnungen für den Kasrenenaufseher usw.. Die Küchen für diue Mannschaften und Aborte liegenin besonderen Gebäuden außerhalb des hinteren Teiles der Kaserne. Am 23. Mai 1811 begannden die Erdarbeiten. Im Landgrafenschloß brachte in der Nacht vom 23. auf den 24. November ein Feuer aus.  Das Schloss wurde zerstört. Als Entschädigung wurden 400 000 Franken aus der Kasse für den Kasernenneubau entnommen und als Geschenk! an die Gattin des Königs übergeben. Auf höchsten Befehl musste im März 1913 ein Teil fertiggestellt sein und als Lazartett dienen. Im August 1813 forderte ein weiterer Befehl des Königs die Kaserner zur Aufnahme von 1200 Mann herzurichten. Am 11. Oktober wurde die Kaserne fertig gestellt und von einer Abteilung Gardehusaren erstmalig belegt. Am 26. Oktobe rverließ König Jeromes für immer Kassel. Am 28. Oktber erschienen die ersten Russen. Ihnen folgte am 29. Oktober das 8. Korps und am 30. Oktober der Kronprinz von Hessen. Am 21. November uoig auch der Kurfürst Wilhelm I. wieder ein. Eien große Schuldnerlast hatte die Erbauung der Kaserne der Stadt hinterlassen. Bis Ende Oktober 1813 waren 1 139.690 Franken ausgegeben. Der Bau wurde zum Verkauf iunb den Zeitungen angegeben. Da sich keine Käufer fand, wurde der Bau später Gefängnis, Armenhaus und Spritzenhaus benutzt und wurde u.a. wieder Kasernenunterkunft der "Tausender" bis zum Jahre 1907. Jetzt erfolgte der Umzug in die neu erbaute Infanteriekaserne der 167er in die Frankfurter Strraße 140.
Das Ehrenmal auf dem Hof der Kaserne erinnert heute noch an die Toten des Regiments.

Artilleriekaserne
1829 : Artilleriestraße entstand für Artillerieunterkunft auf dem Gelände,
 bis     Großer Kasernenkomplex im Empirestil, Baumeister Johann Conrad
           Bromeis, ein imposanter Dreiflügelbau auf Grund und Boden des alten
 1832  Klosters Ahnaberg. Und in unmittelbarer Nähe des Zeughauses,
           heute Max-Eyth- und Oskar- von- Miller- Schule.
           Aus der Klosterkaserne, die zuletzt dem 1. Kurhessischen Feldartillerie-
           Regiment Nr.11 diente, gingen nicht nur alle hessischen
           Artillerieverbände hervor, sondern auch das Train - Bataillon Nr. 11 (Train -
        Kaserne an der Weserspitze) und das Pionierbataillon Nr. 11
            (Hann.Münden).
         Heeresbetriebe: Heeresbäckerei.
1866-77 - Artillerie- Wagenhaus oberhalb Artilleriekaserne errichtet

1831 : Garnisonlazarett bis zum Umzug 1886 (Bau (1883-86) in die Heckerstraße
               24, oberhalb der Husarenkaserne, die 1889 fertig gestellt wurde,
         Frankfurter Straße 84

Kasernenbauten in Wilhelminischer Zeit
1878 : Train-Bataillon des XI. Preußischen Armeekorps (Nachschub) und Depots.
1883 : Truppenübungsplatz Dönche, Schießstände und Übungsgelände
           ab 1952 Übungsplatz für belgische Einheiten, ab auch 1957 Bundeswehreinheiten.
           1977 Natur - und Landschaftsschutzgebiet.
1886:  Fertigstellung Standortlazarett gebaut in der Heckerstraße 24
1889 : Fertigstellung der Husarenkaserne
1907 : Infanteriekaserne, Frankfurter Straße
1910 : Husarenkaserne – Jägerkaserne – Bosestraße
1914 : Fußartillerieregiment – ab 1936 Graf - Haeseler- Kaserne
1914 : Kriegegefangenenlager Wartekuppe - Langes Feld und zugehörig
               feste Gebäude und Baracken, Frankfurter Straße 334.
               1916 : Artillerie Wagenhaus
               1934 : Sanitätsdepot, Zeughaus, GAsnasken werden hergestellt,
               1937/38: Gendamerie (Polizei) und Sanitätsdepot.
               Nov. 1952 Belgierkaserne, nach 1970 Bereitschaftspolizei

Die 83er Kaserne 
in der heutigen Friedrich-Ebert-Straße bestehen nur noch geringe Teile in dem Poizeidienststellen und Behörden Platz gefunden haben. Sie wurde nach dem Krieg 1870/71 erbaut und 1875 beogen. Viele Jahrgänge des Kasseler Hausregiments haben hier ihre Dienstzeit abgeleistet. Nach 1918 war sie bis zur Vernichtung 1943 das Quartier der Polizeieinheiten. Etwa zur gleichen Zeit war die ebenfalls untergegangene Train-Kaserne am Möncheberg erbaut worden. 1907 entstand die 167er Kaserne in der Frankfurter Straße. Sie ist fast ganz erhalten geblieben. Der letzte Kasernenbau der wilhelmischen Zeit war die für das Fußartillerie-Regiment Nr. 18 bestimmte Kaserne in Niederzwehren, ab 1937 hieß die Graf Haeseler Kaserne und hat nahezu unbeschädigt den Krieg überstanden.

Reichswehr-Kasernenbauten:

Wittichkaserne


Weitere Kasernenbauten:


1935 : Flakkaserne Hasenhecke

 Im Rahmen großer Kasernenbau- Maßnahmen erbaut:
 1935: Wittich-Kaserne  - 1938 übergeben I.R. 15 (mot), 1955 Panzerbataillons 42
    - Versorgungsbataillon 46
     - Panzerjägerkompanie 40
    -  2. Panzergrenadierbataillon 41
    -  Fahrschulgruppe
    -  Sanitätszentrum Kassel
           Lüttich- Kaserne – Artillerieregiment 2
     Verbindungskommandantur Luftwaffe
      Panzerjägerkompanie 40
           Hindenburg – Kaserne – Infanterieregiment 15
                                                  - 1971 Flugabwehrbataillon 2


           Generalkommando: als Wehrkreisdienstgebäude 1937-1938 erbaut, Einweihung Mai 1938. Graf- Bernadotte Platz. 600 Zimmer und sieben Sitzungssäle, für militärische kriegsvorbereiteten Planungen der Oberkommandos dienen. Heute Sitz des Bundessozialgerichts
1938 seiner Bestimmung übergeben und wurde von Kriegseinwirkungen verschont. In seiner Ehrenhalle hatten die Fahnen der kurhessischen Regimenter des früheren XI. und die des XV., XVIII. und  XXI Armeekorps, die vorher im Roten Palais am Friedrichsplatz untergebracht waren, Platz gefunden.

Das Generalkommando wurde 1938 fertig gestellt.  


B G S

Sonderwagen für den BGS

Die Garnison wird wieder belebt

Bundesgrenzschutz 1951/1952





Die belgischen Soldaten 1952 stationiert




Die Bundeswehr 1956 aus dem Bestand des BGS neu aufgestellt.

Wittichkaserne

Programm zum Jubiläumsjahr im Bürgersaal des Rathauses:


Programm von 18..- 24. April 2013

Projekt: "Kassel als Garnison"  

 - Stadterweiterung und Stadtentwicklung

 - Spurensuche - Geschichte wird lebendig 


Veranstaltungen im Bürgersaal Kasseler Rathaus

Zerstörung und Wiederaufbau

Programm von 18..- 24. April 2013 - Projekt: "Kassel als Garnison" 

  - Zerstörung und Wiederaufbau

 - Spurensuche - Geschichte wird lebendig 

täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Vorträge, Filme und Spaziergänge zu den historischen Orten.

Vorankündigung. Angebot zur Südstadt-Präsentation

10.4. Treffpunkt Versorgungsamt 15.00 Uhr, 


Standortlazarett

Heinz Körner: Ausstellung Kassel Südstadt, Rundgang durch das ehemalige Gelände der Husarenkaserne, des Standortlazaretts, Belgische Siedlung, sowie der Jägerkaserne.

Do. 18. 04.   Eröffnung des Projekts "Kassel als Garnison",                   

                            Historische Einführung zur  Ausstellung "Garnison Kassel" (Heinz Körner)

                            Wiederbelebung der Garnison 1951/52 durch den BGS  und belgische Einheiten.

              16.00 Uhr                   Grußworte :          

                                      * Generalmajor Wolfgang Estorf, 200 Jahre Garnison 1813-2013,

                                             2. Panzergrenadierdivision (aktiv von 1. Juli 1956-31.März 1994)

                                             * Generalmajor Horst Frickinger (vorgemerkt)

                                     anschließend Film „Bomben über Kassel“    

Freitag. 19. 04.  : 

14.00 Uhr Militär im  Siebenjährige Krieg   Oberst a. D: Jürgen Damm  1756 -1763;  

16.00  Uhr: Die Russen kommen…“  Befreiungskriege - Kassel wird von Russen eingenommen

                        Darstellung des Zeitgeschehens am Bespiel Oberst Bedringa :

                       Siegfried Pietrzak, Vors. Geschichtsverein Melsungen, Volker Wiegand.  

   17.00 Uhr Christian Klobuczynski, Ende Königreich Westfalen und Neubeginn der Kurfürstlichen Garnison               

  Samstag, 20.4.2013. Bundeswehr verstärkt die Garnison Kassel  (Einsatz Heeresmusikkorps) 

      11.00 Uhr  Spurensuche:  Ehrenmal, Auehang - Erklärung und Hinweise zu den Ehrentafel der Regimenter und Divisionen.   Oberst Patzki, Generalmajor Frickinger, Generalmajor Wolfgang Estorf,  u.a.                                       

- 1400-18.30 Uhr Rundgang Christian Klobuczynski: Bürgersaal – Königsstraße – Friedrichsplatz (Paradeplatz, Residenz) – Ottoneum (Kriegsschule) – Gustav-Mahler-Treppe (Auetor) – Bellevue 9 (Kommandantur 11 AK) – Ehrenmal (Tafeln)

Teilnahmegebühr: Spende                "100 Jahre Graf Haeseler Kaserne"

14.00  Uhr:   Kurzreferat: Generalmajor Estorf und

                       Generalmajor Frickinger (91 Jahre)  angefragt

                       Oberstleutnant Patzki

Graf Haeseler - Ein Vorbild für die Truppe - anschließend: 

                           Das Ende der Garnsion als Militärstandort

15.00:   Wie erlebten die Führungskräfte das Ende der Garnison?                  

Schlusskonzert  Teil des Heeresmusikkorps           . 

         


So. 21.4.   Kameradschaften stellen sich vor

 11.00. 18.00 Uhr im Bürgersaal:                               

      11.00 Uhr * Generalmajor Wolfgang Estorf, 2. Panzergrenadierdivision (aktiv von 1. Juli 1956-31.März 1994)

                        *   Vorsitzende der Kameradschaften

                        Grußworte:   * Generalmajor Horst Frickinger, 200 Jahre Garnison 1813-2013,

                        * Kurt Häußner. Kameradschaft der ehemaligen Fla 2.

                        * Vors. Kasseler Jäger, Kameradschaft der 42er, Herrn Range  

                        * Kameradschaft PzGrenDiv  e.V., Vorsitzender  Oberst d. R. Gerd Reinecker

 

                        Vorstellung am Standort verbliebener Kameradschaften,

                         Eröffnung: Kameradschaft PzGrenDiv  e.V., Vorsitzender  Oberst d. R. Gerd Reinecker

                        -  Oberst Patzki, FlaRgt 2, (Regimentskommandeure)

                        - Oberstleutnant  Rabenau, Landeskommando

   

       Besichtigung  der  Ausstellung: Gardekasernen : "Kommandanturen und Repräsentation", Geschichte wird lebendig.

15.00-1730UhrRundgang Christian Klobuczynski: Treffpunkt Zisselbrunnen – Marstall – Stern (Hohetor-Kaserne: Garde-Infanterie; Garde-Grenadiere, Garde-Jäger) – Hauptpost (Kriegsschule - Depots) – Schützenplatz (Schützen-Kaserne) – Schäfergasse (ehem. Kasernenstraße –Rückseite Hohetor-Kaserne, Lazarett) – Max-Eyth-Schule (Kloster-Kaserne) – Zeughaus – Bremer Straße (Artillerie-Kaserne) – Mühlgraben (Festung) 

Teilnahmegebühr: 5,- €  Kinder unter 16 Jahre frei

 Montag. 22.4.  Dienststellen am Standort

Bürgersaal, 16.00 bis 18.00 Uhr                  

- Kasseler  Standortältester Hauptmann Heinrich Büchsenschütz, Lüttichkaserne;                           

Einrichtungen der Bundeswehr Fachschule, zivile Aus-und Weiterbildung,  bis zu 400 Soldaten erlangen Schul- sowie Berufsabschlüsse oder werden in ihrem Dienst  weiter qualifiziert, z.B. als Fluggerätemechaniker.

                        -  Heeresmusikkorps 2 mit ca. 70 Musikern, Lüttichkaserne;

                        - Karrierecenter, beschäftigt 53 Mitarbeiter, Leiter  Herrn Werner Arndt, Regierungsdirektor, seit 1998 an                                  der Spitze des Kreiswehrersatzamtes (heute Karrierecenter an der Ludwig- Mond-Straße 41, Ehemals                                    Jägerkaserne) Schwerpunkt Nachwuchsgewinnung.

                        - Vors. Kasseler Jäger, Kameradschaft der 42er, Herrn Range             

                        - Fla-Kameraden Kurt Heussner, StFw -

                        - Kasernen Standort Herrn Witzel   - 

                        - Landeskommando Herrn Rabenau, Herrn Krink

         Herrn Patzki anfragen

Dienstag,den 23.4.2013

14.00 Uhr Wirtschaft und Garnison früher und heute (Referent ?)

15.00  im Bürgersaal: Militär der Zukunft  --Berthold Theuss

16.00 Uhr     Wehrtechnik- Blick in die Zukunft -

                      Firma Wegmann                 Herrn Patzki anfragen

Mi. 24. 04. 2913; Der belgische Tag 

   Vortrag und Standbesichtigung im Bürgersaal

- Die belgische Armee in Deutschland nach dem Krieg

Abschuß der "Garnison Kassel" mit einem Gala Konzert in-door des Belgischen Militärmusikzugs

                Rathaus Kassel 

10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Infowände  "Kassel als Garnison"  - u.a. Lichtbildvorführung, 

Betreuer: Burkhard Schnettler, Stiftung Museum Soest 

14.00 Uhr Film über die Belgier in Kassel, Soldaten erzählen aus ihrem Leben  in Kassel 1952 - 1970er Jahre.

  Film "Die Belgier kommen". 40 min.

anschließend Zeitzeugen erzählen, wie sie die Belgier in Niederzwehren erlebt haben.

25.4. bis 10.00 Uhr Abbau

27.4.2013: Rundgang

Gardekasernen : "Geschichte wird lebendig"

1600-1830Rundgang Christian Klobuczynski: Treffpunkt Zisselbrunnen – Marstall – Stern (Hohetor-Kaserne: Garde-Infanterie; Garde-Grenadiere, Garde-Jäger) – Hauptpost (Kriegsschule - Depots) – Schützenplatz (Schützen-Kaserne) – Schäfergasse (ehem. Kasernenstraße –Rückseite Hohetor-Kaserne, Lazarett) – Max-Eyth-Schule (Kloster-Kaserne) – Zeughaus – Bremer Straße (Artillerie-Kaserne) – Mühlgraben (Festung) 

Teilnahmegebühr: 5,- €  Kinder unter 16 Jahre frei

und Bundeswehr-Kameradschaften laden ein in die Lüttich-Kaserne, Anmeldungen liegen aus: 13.00 - 15.00 Uhr

28.4.2013:

14.00-1630 UhrRundgang Christian Klobuczynski: Bürgersaal – Königsstraße – Friedrichsplatz (Paradeplatz, Residenz) – Ottoneum (Kriegsschule) – Gustav-Mahler-Treppe (Auetor) – Bellevue 9 (Kommandantur 11 AK) – Ehrenmal (Tafeln)

Teilnahmegebühr: 5,- €  Kinder unter 16 Jahre frei

geplant: : Besuch des militärhistorischen Museums Dresden vorgesehen. Anmeldungen liegen aus.


Achtung: Änderungen sind möglich. 


Heinz Körner am 22. .Jan 2013


Die Graf-Haeseler-Kaserne wurde 1913/1914 erbaut und erhielt den Namen "Fußartilleriekaserne".
Diesen Namen deshalb, weil sie als Standort für das thüringische Fußartillerieregiment
18 vorgesehen war. Bedingt durch den Kriegsausbruch im Jahre 1914 wurde sie jedoch von
diesem Truppenteil nicht mehr bezogen. Bis zur Umbenennung 1937 in "Graf-Haeseler-Kaserne"
nach dem Generalfeldmarschall Gottlieb Graf von Haeseler (1836-1919) war sie Unterkunft für
folgende Truppenteile:
in Panzer-Abwehr-Abteilung 37)
1935-1936 Nachrichtenabteilung 34
1936-1939 Maschinengewehrbataillon 59
Von 1939-1945 waren dann die Sanitätsabteilung
9 und der Heimatkraftfahrpark 9 hier untergebracht.
Nach 1945 dienten die nicht durch Bomben
zerstörten Gebäude amerikanischen Einheiten
als Unterkunft (Wilson-Barracks) bis vermutlich 1956
1947-1949 D.P.Camp UNRRA (UN)
1948: Hess. Rundfunk Studio Kassel
1914-1916: 1. Landsturmbataillon XI Ar meekorps
1916: MG-Ersatzabteilung XI. Armeekorps
1917: Ersatzbataillon Fußartillerieregiment 18
1918-1919: Fußartillerieregiment 18 (zur Demobilisierung)
1919: Freiwilligenbatterie Fußartillerieregiment 18
1921-1925: 10. Kompanie des Jägerbataillons im Infanterieregiment 15
1925-1932: 13. Minenwerferkompanie im Infanterieregiment 15
1932-1935: 3. u. 4. Kompanie der Kraftfahrabteilung 5, später Umbennumg
1954: Übernahme durch die Bundeswehr - Feldjägerbataillon IV - Mittlere Feldzug
Instandsetzungskompanie 543 - Kreiswehrersatzamt Kassel
1957-1960: Gesamtrenovierung
1960: Versorgungsbataillon 46. Mittlere Instandsetzungskompanie 2
1964: Außenstelle MAD-Stelle 42
1964: Panzerpionierkompanie 40
1972: Versorgungsbataillon 2
1975: Nachschubbataillon 2
1976: Instandsetzungskompanie 340
1981: Instandsetzungskompanie 60
1986: 3./Instandsetzungsbataillon 2
1993: 3./Instandsetzungsbataillon 310
Die militärische Nutzung der Graf-Haeseler-Kaserne endete am 01.04.94.

Niederzwehren im Jahre 1993
Die Graf-Haeseler-Kaserne in Kassel-Niederzwehren wurde 1913/1914 erbaut und
erhielt, weil sie als Standort für das thüringische Fußartillerieregiment 18 vorgesehen war,
den Namen „Fußartilleriekaserne“. Bedingt durch den Kriegsausbruch im Jahr 1914 wurde
sie jedoch von diesem Truppenteil nicht mehr bezogen. 1937 erfolgte die Umbenennung in
„Graf-Haeseler-Kaserne“, nach dem preußischen Generalfeldmarschall Gottlieb von
Haeseler (1836-1919). Das etwa 800 x 300 m große Areal liegt am östlichen Ortsrand von Niederzwehren, an der
Dennhäuser Straße (L 3124) und unmittelbar westlich der Autobahn A 49. Etwa 1 km weiter östlich verläuft die Fulda. Seit der Aufgabe der ursprünglichen Funktion ist das Gelände seit
Mitte der 1990er Jahre ein Konversionsgelände.
Graf - Haeseler - Kaserne 1937 bis zur Konversion 1994 - Unternehmerpark

Von 1957 bis 1960 erfolgte eine Gesamtrenovierung der Kasernenanlage. Danach waren hier stationiert: Versorgungsbataillon 46, Mittlere Instandsetzungskompanie 2 (1960), Außenstelle MAD-Stelle 42 (1964),
Panzerpionierkompanie 40 (1964), Versorgungsbataillon 2 (1972), Nachschubbataillon 2 (1975), Instandsetzungskompanie 340 (1976), Instandsetzungskompanie 60 (1981), 3./Instandsetzungsbataillon 2 (1986),
3./Instandsetzungsbataillon 310 (1993). Ab 1994 [Bearbeiten] Die militärische Nutzung der Graf-Haeseler-
Kaserne endete am 1. April 1994. Der Verein ehemaliger Angehöriger des Versorgungsbataillons
46, des Versorgungsbataillons 2 und des Nachschubbataillons 2, "Die Blauen aus Zwehren e.V.", machte es sich u.a. zur Aufgabe, die Tradition seiner ehemaligen Kaserne zu bewahren. Heute erinnert ein durch den damaligen
Kasseler Oberbürgermeister Georg Lewandowski im Jahre 2004 eingeweihter Gedenkstein an der Graf-Haeseler-Straße an die ehemalige Kaserne. In den Folgejahren konnten die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen abgeschlossen[2] und ein großer Teil der Flächen und Gebäude an Privat-Investoren veräußert werden. Das
ehemalige Kasernengelände heißt nun „Unternehmenspark Niederzwehren“.
Feldpostkarte 14.1.1915
Graf Haeseler Kaserne
Aus der Geschchte:
- 1913/14 an der Dennhäuser Straße für das
Thürignsche Fussartillieregiment 18
- 1914-1918: belegt von Ersatzeinheiten zur
Ausbildung von Ersatz von Truppenteilen.
1921-1932: belegt von Einheiten des I
nfanterieregiments 15;
1932: Aufbau der Kraftfahrabteilung 5, später
umbenannt in PzAbwAbt 37.
1937: in Graf-Haeseler-Kaserne umbenannt...
1945: Unterkunft für US-Einheiten